Sie suchen ein Geschenk für Ihr Patenkind und das Regal ist schon voll mit Stofftieren und Bauklötzen? Dann schauen Sie doch mal an die Decke. Oder auf den Nachttisch. Eine Kinderzimmerlampe wird jeden Tag benutzt. Abends beim Vorlesen sowieso, manchmal auch mitten in der Nacht, wenn ein schlechter Traum geweckt hat. Gerade im Winter, wenn es um halb fünf dunkel wird, kommt so ein Geschenk sofort zum Einsatz.

Bevor Sie losziehen, sollten Sie allerdings wissen, welche Art Leuchte es werden soll, denn eine Deckenleuchte leistet im Raum etwas völlig anderes als eine Leselampe oder ein Licht für die Nacht. Nicht jede taugt als Überraschung unter dem Weihnachtsbaum. Manche schon.

Welche Kinderzimmerlampe ist als Geschenk die richtige?

Das hängt am Alter des Kindes. Und daran, was im Kinderzimmer schon hängt oder steht. Fragen Sie im Zweifel kurz bei den Eltern nach, ob es eine Deckenlampe gibt und ob neben dem Kopfkissen schon eine Lampe steht, denn mit so einer harmlosen Frage verraten Sie noch lange nicht, was unter dem Baum liegen wird.

Wer sich erst einmal einen Überblick über Formen und Motive verschaffen möchte, findet zum Beispiel auf www.leuchtenzentrale.de eine umfangreiche Auswahl verschiedener fantasievoller Designs für Kinderleuchten. So bekommen Sie schnell ein Gefühl dafür, was es überhaupt gibt. Erst dann lohnt die Wahl.

Leuchte Wofür? Ab welchem Alter? Als Geschenk
Deckenleuchte Grundlicht für den ganzen Raum ab Babyzimmer nur nach Absprache, Montage nötig
Nachtlicht Orientierung, Einschlafhilfe ab Babyalter sehr gut, sofort nutzbar
Tisch- oder Leselampe Lesen, Malen, Hausaufgaben Leselampe ab Kindergartenalter, Schreibtisch ab Schulalter gut, wenn ein fester Platz da ist

Wir finden: Für Kinder unter sechs ist ein gutes Nachtlicht das dankbarste Geschenk. Es braucht keinen Elektriker, eignet sich für jeden Raum und hilft bei der Angst vor der Dunkelheit. Bei Schulkindern würden wir eher zu einer ordentlichen Schreibtischlampe greifen.

Deckenleuchte: das Grundlicht für Spiel und Alltag

Die Deckenleuchte macht das Grundlicht, also die allgemeine Beleuchtung im Kinderzimmer. Hier wird gebaut und getobt, deshalb sollte das Licht den Raum gleichmäßig und ausreichend hell ausleuchten, ohne zu blenden. Klare, direkte Spots über dem Spielteppich sind eher ungeeignet. Für Kinderzimmer bieten sich flache Deckenleuchten mit geschlossener Abdeckung aus bruchsicherem Kunststoff an. Eine tief hängende Pendelleuchte mit Glasschirm hat dort wenig verloren, wenn mit Bällen gespielt oder auf der Matratze gehüpft wird.

Wie hell darf es sein? Eine grobe Faustregel für Wohnräume lautet rund 100 Lumen pro Quadratmeter, wobei ein Raum mit dunklen Möbeln oder nur einem schmalen Fenster gern ein wenig mehr vertragen kann. Für ein Kinderzimmer mit 12 Quadratmetern landen Sie damit bei etwa 1.200 Lumen. Zum Vergleich: Eine alte 60-Watt-Glühbirne lieferte ungefähr 700 Lumen.

Praktisch sind dimmbare Modelle mit einstellbarer Farbtemperatur. Viele LED-Deckenleuchten wechseln per Fernbedienung zwischen zwei Stimmungen: helles Licht mit hoher Helligkeit zum Spielen, gedämpftes Licht am Abend. Die Fernbedienung können Sie im Kinderzimmer gut nutzen, denn so muss abends niemand mehr im Dunkeln zum Schalter. Manche Modelle haben einen Timer gleich eingebaut, und LEDs bringen zudem eine lange Lebensdauer mit.

Allerdings muss eine Deckenlampe fest an die Stromleitung angeschlossen werden. Das ist Sache einer Elektrofachkraft oder zumindest der Eltern. Als Weihnachtsgeschenk funktioniert sie deshalb am besten, wenn die Familie ohnehin renoviert oder das Kinderzimmer neu einrichten möchte. Ideen dafür finden Sie in unserem Beitrag zum Thema Kinderzimmer einrichten.

Nachtlicht: sanftes Licht gegen die Angst im Dunkeln

Viele kleine Kinder schlafen schlecht, wenn es stockdunkel ist. Die kleine Lampe für die Nacht muss dafür nicht stark leuchten. Sie soll Orientierung geben, damit das Kind den Weg zur Tür findet und sich nachts nicht fürchtet. Ein paar Lumen reichen. Beruhigende, gedämpfte Farben helfen beim Einschlafen, und das Licht scheint möglichst indirekt an Wand oder Boden, nicht direkt ins Gesicht.

Bei der Lichtfarbe hilft ein Blick auf die Kelvin-Angabe. Die Verbraucherzentrale ordnet warmweißes Licht bei 2.700 bis 3.300 Kelvin ein. Fürs Einschlafen darf es ruhig noch etwas wärmer sein, Modelle mit gelblich-orangem Schein liegen oft darunter. Kaltweißes Licht mit hohem Blauanteil sollten Sie abends nicht verwenden, weil es eher wach hält.

Achten Sie beim Kauf auf diese Punkte:

  • Akku statt Steckdose: Akku-Modelle lassen sich vom Kinderbett ins Bad tragen und haben kein Kabel in Reichweite. Geladen werden sie per USB, möglichst tagsüber und nicht unter der Bettdecke.
  • Batteriefach verschraubt: Bei Modellen mit Knopfzellen sollte das Fach mit einer Schraube gesichert sein. Verschluckte Knopfzellen sind für kleine Kinder gefährlich.
  • Timer oder Abschaltautomatik: Das Licht geht nach 30 oder 60 Minuten aus, wenn das Kind eingeschlafen ist.
  • Material: Weiches Silikon oder robuster Kunststoff, damit nichts zerbricht, wenn die Lampe vom Nachttisch fällt.
Pilzförmiges Nachtlicht mit warmem Schein auf einem Holztisch neben einem grünen Buch, dahinter ein Bett
Ein Akku-Nachtlicht mit warmem Licht braucht kein Kabel am Bett.

Auch für Säuglinge ist so ein Licht besonders praktisch. Wer nachts stillt oder wickelt, ist über ein schwaches Licht im Babyzimmer oft froh. Das Kind wird davon nicht ganz wach.

Tisch- und Leselampe für größere Kinder

Später kommen die Bücher. Eine Leselampe neben dem Kopfkissen macht das abendliche Vorlesen gemütlich und später das eigene Lesen. Ergänzend zur Deckenleuchte schafft sie eine kleine Leseecke. Am Schreibtisch braucht ein Schulkind helles, blendfreies Licht für die Hausaufgaben. Für Büroarbeitsplätze nennt die Norm DIN EN 12464-1 einen Richtwert von 500 Lux auf der Arbeitsfläche. Daran können Sie sich auch bei der Schreibtischlampe für Kinder orientieren.

Worauf kommt es an?

  1. Ein schwenkbarer Arm oder Kopf, damit das Licht auf das Heft fällt und nicht in die Augen.
  2. Neutralweißes Licht um 4.000 Kelvin für die Hausaufgaben, warmweißes Licht für das Lesen am Abend.
  3. Ein stabiler Fuß, der nicht kippt, wenn das Kind am Arm zieht.
  4. Ein Schirm, der auch nach längerer Zeit nicht heiß wird. Bei LED ist das meist kein Problem, alte Halogenlampen wurden sehr heiß.

Wer zum ersten Mal eine Tischleuchte kauft, findet weitere Hinweise in unserem Ratgeber Designer-Tischlampen: Das sollten Sie vor dem Kauf wissen. Vieles davon gilt auch für Kinderlampen, nur die Ansprüche an Robustheit sind höher.

Sicherheit: Was eine Kinderleuchte mitbringen muss

Kinder ziehen an Kabeln. Kleinteile landen im Mund. Bei einer Lampe für das Kinderzimmer ist Sicherheit deshalb wichtig, wichtiger jedenfalls als das Motiv. Für ortsveränderliche Leuchten, die sich an Kinder richten, gibt es mit der DIN EN 60598-2-10 eine eigene Norm. Sie verlangt zum Beispiel zusätzliche Prüfungen zur Temperatur berührbarer Teile.

Infografik: Deckenleuchte, Nachtlicht und Schreibtischlampe im Vergleich nach Lichtfarbe, Helligkeit und Sicherheit
Drei Lampentypen fürs Kinderzimmer im Vergleich.

Diese Merkmale sollten Sie vor dem Kauf prüfen:

  • CE-Kennzeichen auf Produkt oder Verpackung, besser noch ein GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit
  • keine heißen Oberflächen, also LED statt Halogen
  • kurze Kabel oder Kabel, die sich hinter Möbeln verlegen lassen, nie in Reichweite des Babybetts
  • keine abnehmbaren Kleinteile wie Glitzersteine oder Aufkleber
  • ein Leuchtmittel, das fest verbaut oder durch einen Schirm abgedeckt ist

Kaufen Sie lieber im Fachhandel oder bei bekannten Händlern mit großer Auswahl. Bei sehr günstigen Importen ohne Herstellerangabe fehlen Prüfzeichen leider öfter.

Design, das mitwächst

Ein Motiv, das ein Dreijähriger liebt, findet ein Neunjähriger womöglich peinlich. Kennen Sie das? Wer länger Freude an seinem Geschenk haben möchte, wählt deshalb ein Design, das mit dem Kind zusammen älter werden kann und auch im Zimmer eines Grundschülers noch nicht nach Babyzimmer aussieht. Gut funktionieren einfache Formen wie ein Mond oder eine Wolke aus Holz, gern in matten Farben. Auch eine schlichte Lampe in einer Lieblingsfarbe passt über viele Jahre, für Jungen wie für Mädchen. Mit einfachen Mitteln lässt sich das Kinderzimmer so gestalten, dass es nicht nach jedem Geburtstag umgeräumt werden muss.

Farben sollten zum Rest der Einrichtung passen. Im Zweifel sind gedeckte Töne wie Salbeigrün oder Sand eine sichere Wahl, weil sie sich mit fast jeder Einrichtung vertragen. Bunte Kinderzimmerlampen mit Farbwechsel sind beim Spielen häufig beliebt, zum Schlafen aber eher zu unruhig.

Checkliste vor dem Kauf

Bevor Sie die Kinderzimmerlampe einpacken, gehen Sie diese Fragen einmal durch:

  • Wie alt ist das Kind, und welche Lampe fehlt im Raum noch?
  • Gibt es dimmbares Licht, und lässt sich die Lichtfarbe von warm auf neutral umstellen?
  • Liegt die Farbtemperatur für Schlaf- und Leselicht bei höchstens 3.000 Kelvin?
  • Hat sie ein CE-Zeichen, keine heißen Oberflächen und ein verschraubtes Batteriefach?
  • Passt das Design auch in drei Jahren noch?
  • Braucht die Leuchte einen Elektriker, und wissen die Eltern Bescheid?

Können Sie alle Punkte mit Ja beantworten, steht dem Geschenk nichts mehr im Weg. Noch mehr Anregungen für die Bescherung finden Sie in unserer Übersicht Weihnachtsgeschenke für Kinder.

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