Die Tradition, sich am Weihnachtstag unter den Zweigen eines Tannenbaums zusammenzufinden, geht viele Hundert Jahre zurück. Erstmals wurde ein öffentlicher Weihnachtsbaum im Jahr 1419 erwähnt. Schon bald holten sich viele betuchtere Menschen den herrlichen Duft in ihre Wohnstuben und begannen ihren Baum mit Äpfeln und Zuckerwerk zu dekorieren. Es sollte bis ins 18. Jahrhundert dauern, bis sich auch weniger gut gestellte Familien einen Weihnachtsbaum leisten konnten. Auch heute noch sind Tannen und Fichten nicht aus den festlich geschmückten Räumen wegzudenken.

Der künstliche Weihnachtsbaum erobert die Welt

Schon seit etlichen Jahren finden sich in Kaufhäusern und Geschäften keine echten Weihnachtsbäume mehr. Sie wurden durch Artgenossen aus Kunststoff ersetzt. Das ist wesentlich praktischer als die ständig nadelnden natürlichen Bäume. Ein Vorteil, den mittlerweile auch viele Privathaushalte zu schätzen gelernt haben. Statt jedes Jahr auf die Suche nach einem passenden Weihnachtsbaum gehen zu müssen, genügt ein Griff in die Abstellkammer, den Keller oder den Dachboden und schon funkelt der künstliche Weihnachtsbaum mit Beleuchtung.

Natur oder doch lieber Plastik?

In einigen Familien ist es ein wunderschöner Brauch, in den Wald zu ziehen und auf speziellen freigegebenen Flächen den Weihnachtsbaum für das große Fest selbst zu schlagen. Ein großer Spaß vor allem für die Kinder. Andere kaufen den Baum auf Märkten oder im Baumarkt. Im Baumarkt gibt es oft Angebote für weniger als 20 Euro, auf dem Weihnachtsmarkt muss man schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Hier kommen schnell 50 Euro und mehr zusammen. Der künstliche Weihnachtsbaum wird oftmals zu ähnlichen Preisen angeboten und ist damit langfristig deutlich günstiger.

Eine echte Alternative zum Baum aus der Natur

Weihnachten ist eine Zeit, die von Stress begleitet ist. Statt sich immer wieder aufs Neue Gedanken um einen Weihnachtsbaum machen zu müssen, ist der künstliche Weihnachtsbaum mit Beleuchtung blitzschnell aufgebaut. Krumme Äste? Zu hoch, zu kurz oder der Stamm passt nicht in den dafür vorgesehenen Ständer? Künstliche Weihnachtsbäume sind ebenmäßig wie aus dem Bilderbuch und in den unterschiedlichsten Abmessungen erhältlich. Auch die Entsorgung nach den Feiertagen entfällt bei dieser pflegeleichten Variante. Ein künstlicher Weihnachtsbaum hält mindestens fünf Jahre, meist sogar Jahrzehnte.

Praktisch und pflegeleicht

Künstliche Weihnachtsbäume müssen nicht bewässert werden, verlieren aber dennoch nicht eine einzige Nadel. Eine Studie besagt, dass ein frisch geschlagener Tannenbaum mehr als 20.000 Insekten mit in die gute Stube bringt – auch hiervon bleibt man verschont, wenn man zu einem “Pseudo-Baum” aus Kunststoff greift. Darüber hinaus geraten künstliche Bäume wesentlich seltener in Brand als der klassische Weihnachtsbaum. Es wundert daher nicht, dass der künstliche Weihnachtsbaum sich ständig zunehmender Beliebtheit erfreut.

Echt oder doch nicht echt?

Die Produktionstechnik bei den künstlichen Weihnachtsbäumen hat sich kontinuierlich verbessert. Hochwertigen Bäumen aus Polyethylen sieht man kaum an, dass sie nicht in freier Natur gewachsen sind. Die im Spritzgussverfahren hergestellten Bäume werden von vielen Betrachtern zunächst für einen echten Baum gehalten. Auch in Sachen Ökobilanz müssen sich die künstlichen Bäume nicht verstecken. Bereits durch die langjährige Nutzung ersparen sie der Forstwirtschaft die Abholzung vieler natürlich gewachsener Bäume. Auch die verwendeten Materialien haben viel von den einstmaligen gefährlichen Substanzen ihrer Vorgänger verloren.

Was ist besser für die Umwelt – synthetisch oder natürlich?

Bis ein Baum herangewachsen ist, um als Weihnachtsbaum zu glänzen, vergehen acht bis zwölf Jahre. In dieser Zeit trägt er zu einer positiven CO2-Bilanz bei und bietet Tieren einen Lebensraum. Da die Bäume meist in Monokulturen wachsen, werden in der Regel Pestizide gegen eventuellen Schädlingsbefall eingesetzt. Nahezu jeder vierte Baum stammt aus Skandinavien. Das bedeutet lange Transportwege. Das Gleiche gilt natürlich für künstliche Bäume aus fernen Ländern wie China. Die synthetischen Rohstoffe lassen sich zudem nur bedingt recyceln. Dennoch fällt die Bilanz der künstlichen Bäume durch die lange Nutzungsdauer besser aus.

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