Ein Vordach verschönert jeden Hauseingang. Wer beim Bau auf Handwerker verzichten will, kann auch selbst Hand anlegen und das Vordach selbst bauen. Wie das funktioniert? Das wird in diesem Ratgeberteil erklärt.

Was ist vor dem Bau des Vordachs zu beachten?

In manchen Bundesländern und Gemeinden muss eine Genehmigung eingeholt werden, sobald etwas an der Fassade angebaut werden soll. Aufgrund dessen sollte man sich vorher bei der Gemeinde informieren. Ebenso sollte im Voraus geprüft werden, welchen Ansprüchen das Vordach standhalten muss – etwa Schneelast und Windkraft. Im Zweifelsfall sollte ein Architekt hinzugezogen werden.

Der Anbau des Vordachs

Sobald die Genehmigung eingeholt ist und alles überprüft wurde, kann der Anbau des Vordachs beginnen. Tipps und was dabei beachtet werden muss, ist hier zusammengefasst.

Das Material

Es kann ein Vordach aus Holz, Glas, Aluminium oder beschichtetem Stahl angebaut werden. Entsprechende Materialien können anhand der Bausätze ausgewählt werden. Soll kein Bausatz verwendet werden, sollte darauf geachtet werden, dass wetterfeste Materialien verwendet werden. Edelstahlschrauben eignen sich zum Befestigen optimal. Bei einem Vordach aus Holz muss man auf eine entsprechende Schutzlasur achten. Diese schützt das empfindliche Holz nicht nur vor Regen, sondern auch vor Sonne und Hitze. Besonders bei der Verwendung von unbehandeltem Holz ist das Auftragen einer Schutzlasur unabdingbar.

Das Gefälle

Ein Vordach muss immer mit einem leichten Gefälle gebaut werden, sonst bleibt das Wasser nach dem Regen auf dem Dach stehen. Vor allem bei einem Vordach aus Holz würde sich dann nach kürzester Zeit Schimmel bilden. Das Gefälle sollte mit einer Wasserwaage überprüft werden. Ein Gefälle von zehn Grad ist hierbei zu empfehlen.

Der Anbau

Ein fester Anbau sollte immer gut bedacht sein. Alternativ dazu kann auch ein Vordach gebaut werden, das auf Stützen steht. Die Stützen werden dabei mit entsprechenden Halterungen im Boden verankert. Auch dann ist das Vordach stabil, aber eben nicht mit der Hauswand oder Fassade verbunden. Im Bedarfsfall kann es einfach wieder demontiert werden.

Vordach ohne Anbau an Fassade oder Hauswand

Ist die Entscheidung auf ein Vordach auf Stützen gefallen, sollte vor dem Anbau beachtet werden, dass die Konstruktion auf einem festen Fundament stehen muss, damit es Wind und Wetter trotzen kann. Zwar liegt auf dem Vordach ein relativ hohes Gewicht, trotzdem ist es wichtig, dass das Fundament gründlich gelegt wird.

Pfostenschuhe und Aufschraubhülsen eignen sich besonders gut als Fundament. Die Hülsen werden fest mit dem Boden verschraubt und dann die entsprechenden Pfosten oben eingeführt. Da mit dem Festschrauben der Hülsen festgelegt wird, wo die senkrechten Pfosten später stehen sollen, muss man hierbei bereits die richtige Platzierung beachten. Man sollte daher vorher schon ausmessen, wie groß das Vordach sein soll und wie weit es nach vorne reicht.

Tipp

Es muss kein Bausatz gewählt werden. Ein selbst geplantes Vordach ist erstens individueller und zweitens genauso schnell gebaut. Vorab kann man dieses ausmessen und konstruieren. Damit ist das Vordach genauso wie man es sich gewünscht und vorgestellt hat, zudem ist es genau auf den Eingangsbereich angepasst.

Hilfe in Anspruch nehmen

Bei dem Anbau eines Vordachs sollten immer mehrere Hände mithelfen. Falls selbst keine handwerkliche Erfahrung vorhanden ist, sollte mindestens ein Helfer etwas Ahnung von dem Handwerk haben. Im schlimmsten Fall können sonst Fehler passieren, die die Stabilität des gesamten Vordachs gefährden. Um das Wasser über einen festgelegten Weg abfließen zu lassen, empfiehlt es sich, eine Dachrinne anzubringen.

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