Endlich das eigene Haus mit Garten – ein Traum ist wahr geworden, aber jetzt steht man da und fragt sich, wie und wo man mit der Außengestaltung anfangen soll. Andere leben das eigene Gartengefühl schon seit Jahren und möchten die Grünzonen mal wieder auffrischen. Die ersten Gedanken kreisen bei den meisten um die Pflanzen, gemütliche Sitzecken und vielleicht eine neue Gartenbeleuchtung. Ganz wichtig bei Projekten im Außenbereich sind aber auch die Materialien, die verbaut werden. Wer hier falsch wählt, schaut nach zwei oder drei Wintern erneut auf ergraute Terrassen und bröckelnde Mauern statt auf den Garten, den man so liebevoll in Szene gesetzt hat.
Holz, Stein oder Metall – jedes Material hat seinen eigenen Charme
Ein Holzboden auf der Terrasse ist einfach schön. Holz fühlt sich warm an, sieht toll aus und passt sogar zu praktisch jedem Haus, egal ob modern oder Altbau. Allerdings benötigt Holz auch jede Menge Pflege. Man muss es lasieren und ölen, damit es nicht grau und spröde wird. Dabei kann man auf ganz unterschiedliche Hölzer setzen: Bangkirai ist beispielsweise ein Tropenholz, das lange hält. Heimische Hölzer, die behandelt wurden, sind aber normalerweise robuster, weil sie durch das Erhitzen widerstandsfähiger werden.
Naturstein bringt eine ganz eigene Ausstrahlung mit und ist sehr pflegeleicht. Die Materialien halten sozusagen ewig und passen zu praktisch jedem Hausstil. Dabei hat man eine breite Auswahl aus Granit, Basalt oder beispielsweise Sandstein. Kritisch ist allerdings ein Punkt: Manche Oberflächen werden bei Nässe rutschig. Darum sollte man Naturstein möglichst nicht auf Treppen oder viel begangenen Wegen verarbeiten.
Cortenstahl – der gewollte Rostlook
Ein spannendes Material, das man in immer mehr Gärten sieht, ist Cortenstahl. Die rostbraune Patina entsteht von ganz allein durch Wind und Wetter und schützt den Stahl darunter gleichzeitig vor Verfall. Einfacher geht es nicht: Hier muss man nichts streichen oder ölen, sondern einfach machen lassen. Und optisch passt der Look perfekt zu Grün, Holz, weißen Wänden oder auch Beton. Der Kontrast gibt mittlerweile vielen modernen Gartenkonzepten das gewisse Extra.
Wenn der Garten nicht eben ist, kann es manchmal problematisch werden, denn in Hanglage rutscht die Erde bei starkem Regen gerne mal ab. Stützmauern aus Cortenstahl lösen das Problem auf sehr elegante Weise, denn sie halten den Hang und somit den Boden und sind optisch schlanker und filigraner als beispielsweise eine dicke Betonmauer.

Tipps für die Materialwahl im Außenbereich
- Erst einmal schauen, was vor Ort los ist: Hanglage, Sonne und die Bodenbeschaffenheit sind wichtige Faktoren, die bei der Frage, welches Material Sinn macht, eine Rolle spielen.
- Bei Stützmauern ab einer Höhe von etwa 1,20 Metern lieber einen Profi rufen, denn die Statik muss stimmen. Am besten sucht man nach einem qualifizierten Fachbetrieb, um auf der sicheren Seite zu sein.
- Materialien kann man prima miteinander kombinieren. Schön wirkt beispielsweise eine Holzterrasse mit Einfassungen aus Cortenstahl oder Naturstein. Das ist interessanter, als alles aus einem Guss zu gestalten.
- Auch in puncto Nachhaltigkeit kann man sagen, dass Cortenstahl und Naturstein eine gute Wahl sind. Sie sind vollständig recyclingfähig und absolut langlebig.
Weniger Arbeit, mehr Spaß am Garten
Letztendlich geht es bei der Außengestaltung um eine einfache Frage: Wie viel Zeit und Aufwand möchte man auf Dauer investieren? Holz sieht toll aus, benötigt aber viel Pflege. Beton kann mit der Zeit eintönig wirken. Derweil haben Materialien wie Cortenstahl und Naturstein den Vorteil, dass sie mit der Zeit immer schöner aussehen. Wenn man all diese Punkte gut überlegt, hat man am Ende auf jeden Fall den Garten, an dem man noch lange Zeit viel Spaß haben wird.

